Helmholtz-Zentrum Geesthacht, 2016-05-28
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Helmholtz Virtuelles Institut (HVI) „Multifunktionale Biomaterialien für die Medizin“

Moderne Konzepte medizinischer Therapien erfordern oftmals den Einsatz multifunktionaler Biomaterialien. Die Interaktion von Proteinen mit Biomaterialien beeinflusst maßgeblich deren Funktionalität, ist aber bislang nicht ausreichend verstanden und kontrollierbar. Im Helmholtz Virtuellen Institut (HVI) „Multifunktionale Biomaterialien für die Medizin“ werden daher der Einfluss der Proteinadsorption auf biophysikalische Eigenschaften von polymeren Biomaterialien und deren biologischen Wechselwirkungen untersucht.

Beispiele hierfür sind Polyglycerol-basierte Materialien als Nanocarrier oder funktionalisierte Gelatine für die Gewebe-Regeneration. Die Arbeiten erfolgen einerseits in einem wissenschaftlichen Grundlagenprojekt zur Analyse biophysikalischer Effekte (einschließlich Computermodellierung) sowie andererseits in drei klinisch motivierten Projekten, welche Fragestellungen zur Elimination urämischer Toxine, zur Beeinflussung entzündeter Gewebe mittels Nanotransporter und zur Regeneration von Knorpeldefekten adressieren. Ziel ist es hierbei, ein grundsätzliches Methodenspektrum zur Untersuchung der Biomaterial-Protein-­Interaktion zu etablieren und die Rolle der Proteinadsorption in den klinisch motivierten Projekten genauer zu bestimmen.

Im Helmholtz Virtuellen Institut (HVI) können durch die Kombination ausgewiesener Forschungsgruppen (Freie Universität Berlin, Helmholtz-Zentrum Berlin, Universität Freiburg, Helmholtz-Zentrum Geesthacht) und die enge Kooperation mit klinischen Partnern diese Themen besonders erfolgreich bearbeitet werden. Neben international anerkannten Wissenschaftlern (PIs) sind auch die Nachwuchsgruppen wesentlich in interdisziplinäre Forschungsarbeiten involviert, um so das Forschungsgebiet in Zusammenarbeit mit international führenden Partneruniversitäten kontinuierlich weiterzuentwickeln.